Euthyme Intervention – Genusstraining

Euthyme Intervention – Genusstraining

1984 veröffentlichten Koppenhöfer und Lutz eine kleine Broschüre mit einem ‚Therapieprogramm zum Aufbau positiven Erlebens und Handeln bei depressiven Patienten‘. Ziel dieses Programms war, depressiven Patienten über die Anregung zur differenzierten Sinneswahrnehmung einen Zugang zu positiven Erleben und Handelns zu erschließen und vor allem, auf diesem Weg eine positive Kommunikation anzuregen.

Nachdem sich im weiteren Einsatz dieser euthymen Intervention zeigte, dass nicht nur depressiven Patienten von dem Programm profitierten, wird unter dem Namen „Genusstraining“ dieses Training der Sinnesorgane bei fast allen Klientengruppen eingesetzt (Lutz, Mark, Bartmann, Hoch & Stark, 1999; Koppenhöfer, 2004). Das Spannende an diesem Vorgehen besteht darin, dass der Blick nicht auf die Störung oder das Problem des Klienten fixiert ist. Vielmehr geht es darum, seine gesunden, positiven Anteile zu stärken.

Das Genusstraining geht einen ähnlichen Weg, nutzt aber nicht die ganz individuellen Ressourcen sondern die, über die jeder Mensch verfügt, nämlich die fünf Sinne:

  • Fühlen
  • Riechen
  • Hören
  • Sehen
  • Schmecken

Diese Sinne werden in einem Gruppenprogramm gemeinsam trainiert. Die Reihenfolge der Übungen sowie ihre inhaltliche Ausgestaltung variiert je nach Präferenz der Person, die die Gruppe leitet. Ich selbst gehe in der oben dargestellten Reihenfolge der fünf Sinne vor.

Arbeitsform:

-Wechsel von Vortrag/Diskussion mit praktischen Übungen

Literatur:

Koppenhöfer, E. (2004): Kleine Schule des Genießens; Lengerich, Pabst
Lutz, R.; Mark, N.; Bartmann, U.; Hoch, E. & Stark, F.M. (1999): Beiträge zur Euthymen Therapie; Lambertus, Freiburg

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Dozent(en)

2020-08-14T12:03:11+02:00