Weiterbildung in Lauftherapie zum/zur LauftherapeutIn

(als Fortbildungsmaßnahme von der PTK mit 165 Fortbildungspunkten anerkannt)

Wer regelmäßig läuft, spürt, dass es ihm/ihr durch diese sportliche körperliche Betätigung physisch und psychisch besser geht.

Da es inzwischen wissenschaftlich belegt ist, dass Laufen und Joggen neben den körperlichen auch umfassende positive psychische Effekte hat, ist Lauftherapie in vielen therapeutischen Institutionen ein fester Bestandteil der Behandlung.

Unsere Weiterbildung qualifiziert die TeilnehmerInnen in der fachlich korrekten Durchführung von Lauftherapie auf einer behavioralen theoretischen Grundlage.

Die Seminarreihe richtet sich an alle Fachkräfte mit einer Ausbildung in psychosozialen Berufen wie SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen, ErzieherInnen, LehrerInnen, PsychologInnen, ÄrztInnen, Krankenpflegekräfte, sowie als Einzelfallentscheidungen weitere Berufsgruppen, wie ErgotherapeutInnen, PhysiotherapeutInnen und andere PraktikerInnen in Rehabilitation und psychosozialer Arbeit, die bereits mit bewegungstherapeutischen Verfahren für Gruppen oder Einzelne arbeiten oder beabsichtigen in der Zukunft Lauftherapie als verhaltensorientiertes, bewegungstherapeutisches Verfahren anzubieten.

Weiterbildungsinhalte und Methoden

Grundlegende Konzeption der Weiterbildung in Lauftherapie ist die Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten für den Einsatz von Laufen und Joggen bei psychischen und psychosomatischen Störungen als effektives Interventionsverfahren – eingebettet in den theoretischen Rahmen der Verhaltenstherapie. Hierzu gehört auch die Darstellung und Besprechung psychischer Störungen.

Insbesondere wird auf

  • medizinische, psychologische und verhaltenstherapeutische Grundlagen und Auswirkungen des Laufens und Joggens als Lauftherapie
  • Kenntnisse der möglichen Einsatzbereiche einer Lauftherapie zur Behandlung somatischer Störungen unter verhaltensmedizinischen Gesichtspunkten
  • Kenntnisse der möglichen Einsatzbereiche der Lauftherapie zur Behandlung psychischer Störungen unter verhaltenstherapeutischen Aspekten
  • Vermittlung der Kenntnisse der für eine Lauftherapie relevanten Störungsbilder
  • Kenntnisse der behavioralen Erklärungsmodelle der Wirkungen von Lauftherapie
  • Aspekte der Motivation zur Lauftherapie
  • Vermittlung und Einübung therapeutischen Laufens und Joggens
  • Kenntnisse über Kontraindikationen der Lauftherapie
  • Wissen bezüglich Trainingslehre, Laufgymnastik und Dehnübungen
  • geeignete Ernährung
  • Fragen der geeigneten Laufausrüstung

eingegangen.

Methodische Bestandteile der Weiterbildung sind

  • theoretische Seminare
  • Selbststudium, Literaturstudium (einschließlich „Hausaufgaben“)
  • laufpraktische Übungen
  • Fallbeispiele
  • Kurzvorträge und
  • Gruppensupervision

Umfang der Weiterbildung und Termine

9 Wochenendveranstaltungen mit jeweils 16 UE (insgesamt 160 UE), einschließlich 18 UE Laufpraxis.
Die Gruppensupervision ist integraler Bestandteil der Wochenendveranstaltungen (siehe Curriculum).
Die Wochenendveranstaltungen finden zu folgenden Zeiten statt:

01 Modul       08. und 09.10.2022

02 Modul       05. und 06.11.2022

03 Modul       14. und 15.01.2023

04 Modul       11. und 12.02.2023

05 Modul       18. und 19.03.2023

06 Modul       22. und 23.04.2023

07 Modul       13. und 14.05.2023

08 Modul       10. und 11.06.2023

09 Modul       01. und 02.07.2023

10 Modul mit Prüfung 16. und 17.07.2023

Samstags: 10:00 – 13:30 und 14:00 – 18:00 Uhr
Sonntags: 9:30 – 14:00 Uhr.

Zulassungsvoraussetzungen

Abgeschlossenes Studium (Psychologie, Medizin, Pädagogik, Sozialpädagogik, Sozialarbeit, Lehramt) oder abgeschlossene Berufsausbildung (ErzieherInnen, Krankenpflegekräfte, sowie als Einzelfallentscheidungen weitere Berufsgruppen, wie ErgotherapeutInnen, Physiothera-peutInnen und andere PraktikerInnen in Rehabilitation und psychosozialer Arbeit). Bitte Prü-fungszeugnis der Universität oder Fachhochschule oder Ausbildungszeugnis und ggfs. Tätig-keitsnachweis der Anmeldung beifügen.
In Einzelfällen können TeilnehmerInnen zugelassen werden, die die genannten Zulassungsvoraussetzungen (noch) nicht erfüllen, aber bereits seit vielen Jahren in Bereichen der psycho-sozialen Versorgung – auch ehrenamtlich – arbeiten. Über die Zulassung entscheidet die je-weilige Lehrgangsleitung auf der Basis eines schriftlichen Antrags (formlos) und ggfs. eines persönlichen Gespräches.
Die TeilnehmerInnen müssen die Möglichkeit haben, während der Fortbildung mit bewegungs-therapeutischen Verfahren wie Lauftherapie arbeiten zu können, um einen eigenständigen Laufkurs von 8 Wochen zu realisieren. Voraussetzung ist weiterhin die Fähigkeit, eine Stunde ununterbrochen laufen zu können. Stellt sich während der Weiterbildung heraus, dass der/die TeilnehmerIn nicht in der Lage ist, 1 Stunde ununterbrochen zu laufen, wird er/sie nicht zur Prüfung zugelassen.

Abschluss und Zertifizierung

Ein Abschlusszertifikat der Natura Akademie bescheinigt die erfolgreiche Teilnahme an der Weiterbildung in Lauftherapie zum/zur

Lauftherapeut / Lauftherapeutin (Natura-Akademie)

wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

  • Bezahlung der Weiterbildungsgebühren
  • Nachweis der folgenden Leistungen:
  • regelmäßige Teilnahme an allen Seminaren. Insgesamt dürfen nur maximal 16 UE und nicht mehr als drei laufpraktische Übungen (zu je 2 UE) versäumt werden (Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung).
  • Teilnahme an Hospitation und Supervision im vorgesehenen Umfang
  • Eigenständig und eigenverantwortlich (auch haftungsrechtlich) durchgeführter Laufkurs mit mindestens 4 TeilnehmerInnen über mindestens acht Wochen mit zwei Laufterminen pro Woche.
  • Qualifizierter und von zwei Gutachtern angenommener Abschlussbericht (Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung) über den durchgeführten Lauftherapiekurs entsprechend den Vorgaben (S. 15-16)
  • Erfolgreiche Abschlussprüfung. Einzelne Nachweise zur Erlangung des Abschlusszertifikates (bspw. der Abschlussbericht) können in Ausnahmefällen und nur nach Zustimmung der zuständigen Lehrgangsleitung nach Beendigung des jeweiligen Weiterbildungsganges eingereicht werden; die mögliche Frist zum Nachreichen von Nachweisen beträgt maximal drei Monate.
  • PTK Bayern, 165 Punkten auf dem Fortbildungszertifikat.

Wissenschaftlicher Weiterbildungsleiter

Prof. Dr. Ulrich Bartmann, Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Supervisor für Verhaltenstherapie, Hrsg. der Fortschritte in Lauftherapie, Kürnach

Verena Bartmann, staatl. anerk. Erzieherin, Lauftherapeutin (DGVT), Lauftreff Kürnach

Günther Bergs, Lauftherapeut (DLZ) mit eigener Laufschule, DOSB Übungsleiter, freier Autor, Glanbrücken

Jan Diekow, Physiotherapeut, Laufschuhexperte, Würzburg

Thomas Frobel, Dipl.-Sportwissenschaftler, Institut für Prävention und Diagnostik, PREDIA Gesundheitszentrum, Würzburg

Dr. med. Hans-Jörg Hellmuth, Facharzt für Allgemeinmedizin, Sportmedizin, Chirotherapie, Ernährungsmedizin, Lehrbeauftragter für Allgemeinmedizin an der Universität Würzburg

Heiko Schübel, Selbständiger Personal Fitness Trainer und Coach, perfit®, Würzburg

Hubert Seebauer, Sport-Physiotherapeut

Prof. Dr. Angelika Weber, Diplompsychologin, Psychologische Psychotherapeutin

Udo Wegmann, Jurist

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