Osteopathie Ausbildung

Osteopathie Ausbildung

Gesamtausbildung Osteopathie

Osteopathie ist das manuelle Pendant zur Homöopathie im Spektrum der Naturheilverfahren. Sie ist weit mehr als eine Therapie des Bewegungsapparats: über die strukturelle Ebene der Faszien führt sie uns zur feinfühligen Kommunikation mit der vitalen Dynamik unserer Patienten. Unsere Hände dienen uns in der Osteopathie als unmittelbare Verbindung mit den individuellen Ausprägung der Lebenskraft, die das Potenzial zur Heilung offenbart.

Minimale Kraft – maximale Wirkung

Die Craniosacrale Osteopathie ist der Kernaspekt der Funktionellen Osteopathie. Sie befasst sich mit dem Wechselspiel zwischen Mobilität und Motilität – also der äußeren und inneren Beweglichkeit – des Bindegewebes und richtet ihren Fokus auf die Behandlung zwischen dem Kopf (cranium) und dem Kreuzbein (sakrum). Lange Zeit wurde ihre Zielfunktion – der Craniale Rhythmus – mit der Dynamik des Liquor Cerebrospinalis gleichgesetzt. Dieser Mythos wurde durch die Neurophysiologie zweifelsfrei widerlegt. Trotzdem ist diese indirekte funktionelle Therapieform in ihrer Anwendung offensichtlich klinisch wirksam, also heilsam. cura lehrt einen modernen osteopathischen Ansatz, der plausibel und zugleich von der Behandlung her gesehen genauso sanft, fein und still ist.

Der praxisbefähigende Einführungskurs (CCC) wird von drei themenspezifischen Aufbaukursen (UNW, TMT, CSO) ergänzt. Die Reihenfolge der Aufbaukurse ist nach dem Besuch des Einführungskurses frei wählbar:

cura Akademie
  • Der Einführungskurs als praxisbefähigende Basisausbildung in Craniosakraler Osteopathie und allgemeine Heranführung an die Arbeitsweise der Funktionellen Osteopathie:
  • Analytisches und intuitives Verständnis der Craniosakralen Osteopathie
  • Resonanz als Behandlungsprinzip
  • funktionelle Behandlungstechniken (BMT, Positional Release) für die Kopfgelenke (Occipito-Atlanto-Axiales Gelenk) und Zervikalsyndrom
  • Techniken für Spannungssymptome der cranialen Membranen (Falx und Tentorium)
  • Funktionelle Anatomie des Craniums
  • Einführung in die Arbeit mit dem Gesichtsschädel und dem Kiefer

Viszerale und Parietal-Fasziale Aspekte der Funktionellen Osteopathie

  • Indikationen und Möglichkeiten Craniosakraler Osteopathie in der Orthopädie
  • Behandlungstechniken für die Wirbelsäule und Gelenkbeschwerden von Schulter, Knie und Hüfte
  • Indirekte Techniken über Stacking, Harmonics und Listening Techniken
  • Umgang mit dem Punkt der Balancierten Spannung, Unwinding, Einstellen des Stillpoints
  • Der Craniale Rhythmische Impuls als Funktion der craniosakralen Membranen: Dura-Duplikaturen
  • Retikuläres Aktivierungssystem, Liquor, Occiput und Wirbelsäule
  • Funktionelle Anatomie der Meningen und der Fasziengurtungen, Mobilisierung und Spannungsausgleich der spinalen Dura
  • Motilität der cranio-spinalen Strukturen durch den Primär-Respiratorischen Impuls
  • Mechanische Einflüsse auf das craniosacrale System, Läsions- und Spannungsmuster
  • Vasomotionsrhythmen in der Wirbelsäule (THM-Waves)
  • Dynamische Rhythmen nach William Garner Sutherland, Rollin Becker und Anne Wales D.O.
  • Handlungshemmung contra freie Entfaltung:
  • Core-Link: Wechselwirkungen zwischen craniosakraler Kernverbindung (dura mater spinalis) und der Peripherie der großen Gelenke
  • Kombinierte Behandlungstechniken für die Klassiker:
  • Muskulärer Hypertonus und Muskelschmerz
  • Degenerative Erkrankungen der Hüft- und Kniegelenke
  • Craniale Techniken für die Differentialdiagnose Kopfschmerz und CMD
  • Craniale Techniken für HWS, Temporomandibuläre Dysfunktion und Myoarthropathie des Kiefergelenks
  • Behandlungsstrategien für Reizungen der cranialen Nerven, Mittelohr, Tinnitus und Schwindel
  • Funktionelle Schädelarchitektur und Stress: das Kiefergelenk als Verwalter eingefrorener Spannung
  • Spezifische Behandlungstechniken für den kieferorthopädischen Bereich und die physiotherapeutische Zusammenarbeit mit Zahnärzten
  • Verletzungsfolgen am Hirn- und Gesichtsschädel (Neurocranium/Viszerocranium)
  • Behandlung der mimischen Muskulatur / Plastische Osteopathie
  • Erweiterung des Behandlungsspektrums Craniosakraler Osteopathie
  • Osteopathisches Entwirren von Haltungs- und Bewegungsmustern
  • Umsetzung von Spannung in Bewegung: Ermöglichung spontaner Beweglichkeit
  • craniosakrale Behandlungstechniken für Sakrum, die Iliosakralgelenke und den lumbosakralen Übergang
  • Funktionelle Anatomie des Sakrums
  • Techniken für die faszialen Dysfunktionen der Diaphragmen (Beckenboden, Zwerchfell, CTÜ, Tentorium)
  • Begleitung emotionaler Prozesse in der Osteopathie

Dieses zeitgemässere Konzept ist für Heilpraktiker wesentlich praktikabler, gerade weil er keinen »Esoterikglauben« voraussetzt und trotzdem ganzheitlich angelegt ist. Die Methode wird so auch für TherapeutInnen mit feinen Händen UND einem verstandesorientierten Kopf anwendbar. Es ist auch keine »grosse« Osteopathieausbildung nötig, um diese ganzheitliche Methodik vom ersten Tag des Lernens an bei vielen Patienten erfolgreich anzuwenden. Craniosacrale Osteopathie wirkt über die einfühlsame therapeutische Interaktion mit der feinsten aller spürbaren Lebensäußerungen des Körpers, der Cranialen Rhythmik. Diese lebendige Pulsation, diese zart spürbare, zeitlupenhaft strömende Bewegung ähnelt dem Atem und ist wie dieser dem Patienten nicht bewusst – aber der BehandlerIn zugänglich.

Durch Überlagerungen, also Interferenzen zwischen den physiologischen Pulsationen des Patienten (z.B. Atem, kardialer Puls, Blutdruckwellen) mit den Einflüssen durch nicht-physiologische Zugkräfte innerhalb des faszialen Bindegewebes entstehen charakteristische Bewegungs- und Spannungsmuster im kollagenen Bindegewebe. Deren Ausprägung ist Grundlage der Diagnose und ermöglicht die direkte Umsetzung des Erspürten in eine gezielte Behandlung.

Die ganz andere Seite des Patienten

Wer es stark vereinfacht formuliert sehen möchte: Viszerale Osteopathie eröffnet manuell den Weg zu einer ganz anderen Seite des Patienten – der Vorderseite. Wir nennen es viszero-somatische Interaktion oder umgekehrt somato-viszerale Reflexe, wenn wir gezielt mit der Wechselwirkung zwischen dem kollagenen Bindegewebe des Bewegungsapparats und dem des Organsystems arbeiten.  Gerade für Homöopathen, die über die feinstoffliche und energetische Regulation der Körpervorgänge homöostatisch wirksame Ergänzungen auf manueller ebene suchen eröffnet sich hier das funktionelle Pendant zur geistigen Genialität des Therapiekonzepts von Hahnemann.

Die cura-Kursserie in Viszeraler Osteopathie umfasst drei Themenschwerpunkte und Kursthemen:

cura Akademie
  • Osteopathische Techniken für die Oberbauchorgane und den Darmbauch: Theoretische und praktische Einführung in die Viszerale Osteopathie an Magen, Leber, Galle, Duodenum, Dünn- und Dickdarm
  • Differentialdiagnostik orthopädischer oder viszeraler Genese von Schmerzsyndromen des Bewegungsapparats
  • Entzündliche Gelenkprozesse, HWS-Syndrom, Schmerzhafte Schultersteife (Frozen Shoulder ein-/beidseitig), Schmerzzustände am Cerviko-Thorakalen Übergang
  • Vegetative Reizverwaltung im Bauchhirn: Das Labyrinth der Empfindungen und Gefühle
  • Fokus: Funktionsstörungen im Brustkorb, Obere und untere Thoraxöffnung
  • Einschränkung der thorakalen Atmung, Rippenkopfdysfunktionen, Grenzstrangreizung (Vegetativum)
  • Diaphragma und BWS / Diaphragma und Schultern
  • Manuelle kardiovaskuläre Behandlung: Hypertonie, Koronare Herzkrankheit,
  • Herzrhythmusstörungen, feinste energetische Techniken am Herzen und Pericard
  • Osteopathische Wechselwirkungen von Zervikalregion und Atmung (Emphysem, Chron.Bronchitis, Z.n.Pneumonie und Pleuritis)
  • Viszerale Osteopathie in der funktionellen Gynäkologie: Dysmenorrhoe, PMS, Klimakterische Beschwerden, Senkungsbeschwerden
  • ISG-Beschwerden, Lumbalgien, LWS-Syndrom viszeral pelvikal behandeln
  • Retroperitoneum, Niere und Behandlung der bindegewebigen Strukturen des Kleinen Beckens
  • Becken und Blase: Spannungsverwaltung und Belastbarkeit, das Verhältnis zwischen Beckenorganen und LWS/Sakrum
  • Behandlung des Steißbeins

Inhalte aller drei Kurse sind:

  • Funktionelle Viszerale Anatomie, Physiologie, Organmotilität und -mobilität
  • Entsprechungen innerer Organe mit äußeren Segmenten des Bewegungsapparats
  • Konzept und Behandlungstechniken der viszerosomatischen Dysfunktion
  • Viszerale Indirekte Techniken, Regulation des Vegetativums
  • Vom Umgang mit Narben, Verklebungen (Adhäsionen) und Störfeldern

Bei diesen Kursen lernen Sie erprobte viszeralosteopathische Techniken und die wesentliche funktionelle Anatomie, um über die Behandlung der Organe gerade die sonst therapieresistenten Beschwerden und Schmerzen des Bewegungsapparats Ihrer Patienten zu behandeln. Bei uns bedeutet Ganzheitlichkeit nicht nur die Einheit von Körper, Seele und Geist zu erfassen, sondern unsere Patienten ganzheitlich zu behandeln, also z.B. auf struktureller Ebene das Bindegewebe des Bewegungsapparats, des Nervensystems und der Organe in ihrer inneren Verbindung zu behandeln. Die verschiedenen Zweige:

Craniosakral, Parietal und Viszeral ergänzen sich hervorragend in der praktischen Anwendung. Eine Behandlung der inneren Organe sollte immer einfühlsam und rezeptiv sein. Man kann sie nicht von aussen her manuell »machen« oder simpel »Organe manipulieren«. Nur die Lymphtherapie und die Viszerale Osteopathie können über ihre gemeinsame Sanftheit so unaufdringlich wirken, dass sie vom Patienten in die Tiefen des Abdomens, des Becken und des Thorax überhaupt eingelassen werden. Ein früherer Lehrer sagte mir: »Du kannst nicht zu tief gehen – nur zu schnell zu tief.«

Die parietalen Faszientechniken

Im ununterbrochenen Verbund und überall im Körper gestalten Faszien die flexible Struktur der Haltung und der Bewegungsabläufe. Dieser mobile und anpassungsfähige Rahmen ermöglicht optimale und geschmeidige Kraftumsetzung, sinnvolle Bewegungseinschränkung und wohlproportionierte Arbeitsteilung. Die zielgerichtete Behandlung dieser Strukturen ist eine hervorragende Ergänzung z.B. der homöopathischen Arbeitsweise, da auch hier der Grundsatz gilt: „Gleiches mit Gleichem“ – denn die parietalen Faszientechniken der indirekten Osteopathie arbeiten nicht symptomfixiert sondern gehen auf die vorgefundenen Spannungszüge ein, damit der Körper somit selbst die Lösung bereitstellen kann. Kein unnötiges effekthaschendes Knacken sondern Förderung der Homöostase des Bewegungsapparats.

Die cura-Kursserie in Parietaler Osteopathie umfasst vier Themenschwerpunkte und Kursthemen:

cura Akademie

Inhalte aller vier Kurse sind:

  • Fasziale Anatomie und Physiologie, Differenzialdiagnose der faszialen und artikulären Dysfunktionen
  • Kombination von indirekten und direkten Techniken, Somatische Dysfunktionen, Allgemeine Osteopathische Diagnostik
  • Lösung über Positionierung, Soft-Tissue-Techniken, Umgang mit faszialen Distorsionen
 • Parietale Faszientechniken für das Gesamtspektrum orthopädischer Indikationen
  • Écoute-Techniken in Diagnose und Behandlung, Positional Release/Myofascial Release
  • Anschauliche Funktionelle Anatomie des Bewegungsapparats
  • Entwicklung von Zielsicherheit in der Lokalisation der zu therapierenden Strukturen

Die osteopathische Ausrichtung der cura-Akademie war schon seit jeher primär faszial Die zentrale Bedeutung der Faszien in der Spannungverwaltung des Körpers mit ihren pathogenetischen Konsequenzen sind jedem Praktiker und Therapeuten »irgendwie« bekannt. Dieses »irgendwie« durch eine anschauliche

  • Funktionelle Anatomie,
  • fasziale Physiologie,
  • das Kennenlernen dysfunktioneller Spannungszusammenhänge sowie
  • die Unterrichtung in den subtilsten osteopathischen Faszientechniken

zu ersetzen, ist bei cura der seit über zehn Jahren erprobte Fokus unserer Lehrtätigkeit.

Anbieter

Die NATURA gilt seit vielen Jahren als renommierte Ausbildungsstätte für Klassische Homöopathie, Phytotherapie und Europäische Naturheilverfahren.

In Kooperation mit der cura Akademie bieten wir unseren Teilnehmern eine osteopathische Ausbildung in Modul-Form an, die sich vor allem an Heilpraktiker und HP-Anwärter richtet: Sie erlernen also einzelne Kursinhalte, verbinden sie zu Viszeralen, Craniosacralen oder Parietalen Kursreihen, deren Module einzeln nach inhaltlichem Interesse besucht werden.

Weitere Informationen

…. Haben sie Interesse? Dann fordern sie die Informations-Unterlagen an, bzw. nehmen Sie mit uns Kontakt auf – wir freuen uns auf Sie!

Termine

CRANIOSACRAL

  • CCC vom 10.04.2019 bis 13.04.2019

Dozentin: Susanne Weidenhausen

  • TMT vom 12.09.2019 bis 15.09.2019

Dozentin: Susanne Weidenhausen

VISZERAL

  • VAB vom 26.06.2019 bis 29.06.2019

Dozentin: Susanne Weidenhausen

PARIETAL

  • PFN 06.11.2019 bis 09.11.2019

Dozentin: Judith Thumser

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2019-02-20T16:25:36+00:00