Osteopathie Ausbildung

Osteopathie Ausbildung

Gesamtausbildung Osteopathie

Osteopathie ist das manuelle Pendant zur Homöopathie im Spektrum der Naturheilverfahren. Sie ist weit mehr als eine Therapie des Bewegungsapparats: über die strukturelle Ebene der Faszien führt sie uns zur feinfühligen Kommunikation mit der vitalen Dynamik unserer Patienten. Unsere Hände dienen uns in der Osteopathie als unmittelbare Verbindung mit den individuellen Ausprägung der Lebenskraft, die das Potenzial zur Heilung offenbart.

„Wo soll ich meinen Weg in die Osteopathie beginnen?“

Die Antwort ist einfach: Da, wo Ihre therapeutischen Interessen sie am stärksten hinziehen finden Sie auch die Motivation die funktionelle Anatomie zu erlernen, die so wichtig für ein tiefes Verständnis der osteopathischen Lehre ist. Sie anschaulich zu vermitteln – gerade auch für HomöopathInnen, die bislang anatomisch/physiologisch nicht so orientiert waren in puncto Bewegungs“apparat“.

Osteopathische Ausbildung in Modul-Form

In Kooperation mit der cura Akademie bieten wir unseren Teilnehmern eine osteopathische Ausbildung in Modul-Form an, die sich vor allem an Heilpraktiker und HP-Anwärter richtet: Sie erlernen also einzelne Kursinhalte, verbinden sie zu Viszeralen, Craniosacralen oder Parietalen Kursreihen, deren Module einzeln nach inhaltlichem Interesse besucht werden. Den Schwerpunkt dabei bilden die sanften funktionell osteopathischen Methoden.

Minimale Kraft – maximale Wirkung

Die Craniosacrale Osteopathie ist der Kernaspekt der Funktionellen Osteopathie. Sie befasst sich mit dem Wechselspiel zwischen Mobilität und Motilität – also der äußeren und inneren Beweglichkeit – des Bindegewebes und richtet ihren Fokus auf die Behandlung zwischen dem Kopf (cranium) und dem Kreuzbein (sakrum). Lange Zeit wurde ihre Zielfunktion – der Craniale Rhythmus – mit der Dynamik des Liquor Cerebrospinalis gleichgesetzt. Dieser Mythos wurde durch die Neurophysiologie zweifelsfrei widerlegt. Trotzdem ist diese indirekte funktionelle Therapieform in ihrer Anwendung offensichtlich klinisch wirksam, also heilsam. cura lehrt einen modernen osteopathischen Ansatz, der plausibel und zugleich von der Behandlung her gesehen genauso sanft, fein und still ist.

Der praxisbefähigende Einführungskurs (CCC) wird von drei themenspezifischen Aufbaukursen (UNW, TMT, CSO) ergänzt. Die Reihenfolge der Aufbaukurse ist nach dem Besuch des Einführungskurses frei wählbar:

cura Akademie
  • Der Einführungskurs als praxisbefähigende Basisausbildung in Craniosakraler Osteopathie und allgemeine Heranführung an die Arbeitsweise der Funktionellen Osteopathie:
  • Analytisches und intuitives Verständnis der Craniosakralen Osteopathie
  • Resonanz als Behandlungsprinzip
  • funktionelle Behandlungstechniken (BMT, Positional Release) für die Kopfgelenke (Occipito-Atlanto-Axiales Gelenk) und Zervikalsyndrom
  • Techniken für Spannungssymptome der cranialen Membranen (Falx und Tentorium)
  • Funktionelle Anatomie des Craniums
  • Einführung in die Arbeit mit dem Gesichtsschädel und dem Kiefer

Viszerale und Parietal-Fasziale Aspekte der Funktionellen Osteopathie

  • Indikationen und Möglichkeiten Craniosakraler Osteopathie in der Orthopädie
  • Behandlungstechniken für die Wirbelsäule und Gelenkbeschwerden von Schulter, Knie und Hüfte
  • Indirekte Techniken über Stacking, Harmonics und Listening Techniken
  • Umgang mit dem Punkt der Balancierten Spannung, Unwinding, Einstellen des Stillpoints
  • Der Craniale Rhythmische Impuls als Funktion der craniosakralen Membranen: Dura-Duplikaturen
  • Retikuläres Aktivierungssystem, Liquor, Occiput und Wirbelsäule
  • Funktionelle Anatomie der Meningen und der Fasziengurtungen, Mobilisierung und Spannungsausgleich der spinalen Dura
  • Motilität der cranio-spinalen Strukturen durch den Primär-Respiratorischen Impuls
  • Mechanische Einflüsse auf das craniosacrale System, Läsions- und Spannungsmuster
  • Vasomotionsrhythmen in der Wirbelsäule (THM-Waves)
  • Dynamische Rhythmen nach William Garner Sutherland, Rollin Becker und Anne Wales D.O.
  • Handlungshemmung contra freie Entfaltung:
  • Core-Link: Wechselwirkungen zwischen craniosakraler Kernverbindung (dura mater spinalis) und der Peripherie der großen Gelenke
  • Kombinierte Behandlungstechniken für die Klassiker:
  • Muskulärer Hypertonus und Muskelschmerz
  • Degenerative Erkrankungen der Hüft- und Kniegelenke
  • Craniale Techniken für die Differentialdiagnose Kopfschmerz und CMD
  • Craniale Techniken für HWS, Temporomandibuläre Dysfunktion und Myoarthropathie des Kiefergelenks
  • Behandlungsstrategien für Reizungen der cranialen Nerven, Mittelohr, Tinnitus und Schwindel
  • Funktionelle Schädelarchitektur und Stress: das Kiefergelenk als Verwalter eingefrorener Spannung
  • Spezifische Behandlungstechniken für den kieferorthopädischen Bereich und die physiotherapeutische Zusammenarbeit mit Zahnärzten
  • Verletzungsfolgen am Hirn- und Gesichtsschädel (Neurocranium/Viszerocranium)
  • Behandlung der mimischen Muskulatur / Plastische Osteopathie
  • Erweiterung des Behandlungsspektrums Craniosakraler Osteopathie
  • Osteopathisches Entwirren von Haltungs- und Bewegungsmustern
  • Umsetzung von Spannung in Bewegung: Ermöglichung spontaner Beweglichkeit
  • craniosakrale Behandlungstechniken für Sakrum, die Iliosakralgelenke und den lumbosakralen Übergang
  • Funktionelle Anatomie des Sakrums
  • Techniken für die faszialen Dysfunktionen der Diaphragmen (Beckenboden, Zwerchfell, CTÜ, Tentorium)
  • Begleitung emotionaler Prozesse in der Osteopathie

Dieses zeitgemässere Konzept ist für Heilpraktiker wesentlich praktikabler, gerade weil er keinen »Esoterikglauben« voraussetzt und trotzdem ganzheitlich angelegt ist. Die Methode wird so auch für TherapeutInnen mit feinen Händen UND einem verstandesorientierten Kopf anwendbar. Es ist auch keine »grosse« Osteopathieausbildung nötig, um diese ganzheitliche Methodik vom ersten Tag des Lernens an bei vielen Patienten erfolgreich anzuwenden. Craniosacrale Osteopathie wirkt über die einfühlsame therapeutische Interaktion mit der feinsten aller spürbaren Lebensäußerungen des Körpers, der Cranialen Rhythmik. Diese lebendige Pulsation, diese zart spürbare, zeitlupenhaft strömende Bewegung ähnelt dem Atem und ist wie dieser dem Patienten nicht bewusst – aber der BehandlerIn zugänglich.

Durch Überlagerungen, also Interferenzen zwischen den physiologischen Pulsationen des Patienten (z.B. Atem, kardialer Puls, Blutdruckwellen) mit den Einflüssen durch nicht-physiologische Zugkräfte innerhalb des faszialen Bindegewebes entstehen charakteristische Bewegungs- und Spannungsmuster im kollagenen Bindegewebe. Deren Ausprägung ist Grundlage der Diagnose und ermöglicht die direkte Umsetzung des Erspürten in eine gezielte Behandlung.

Die ganz andere Seite des Patienten

Wer es stark vereinfacht formuliert sehen möchte: Viszerale Osteopathie eröffnet manuell den Weg zu einer ganz anderen Seite des Patienten – der Vorderseite. Wir nennen es viszero-somatische Interaktion oder umgekehrt somato-viszerale Reflexe, wenn wir gezielt mit der Wechselwirkung zwischen dem kollagenen Bindegewebe des Bewegungsapparats und dem des Organsystems arbeiten.  Gerade für Homöopathen, die über die feinstoffliche und energetische Regulation der Körpervorgänge homöostatisch wirksame Ergänzungen auf manueller ebene suchen eröffnet sich hier das funktionelle Pendant zur geistigen Genialität des Therapiekonzepts von Hahnemann.

Die cura-Kursserie in Viszeraler Osteopathie umfasst drei Themenschwerpunkte und Kursthemen:

cura Akademie
  • Osteopathische Techniken für die Oberbauchorgane und den Darmbauch: Theoretische und praktische Einführung in die Viszerale Osteopathie an Magen, Leber, Galle, Duodenum, Dünn- und Dickdarm
  • Differentialdiagnostik orthopädischer oder viszeraler Genese von Schmerzsyndromen des Bewegungsapparats
  • Entzündliche Gelenkprozesse, HWS-Syndrom, Schmerzhafte Schultersteife (Frozen Shoulder ein-/beidseitig), Schmerzzustände am Cerviko-Thorakalen Übergang
  • Vegetative Reizverwaltung im Bauchhirn: Das Labyrinth der Empfindungen und Gefühle
  • Fokus: Funktionsstörungen im Brustkorb, Obere und untere Thoraxöffnung
  • Einschränkung der thorakalen Atmung, Rippenkopfdysfunktionen, Grenzstrangreizung (Vegetativum)
  • Diaphragma und BWS / Diaphragma und Schultern
  • Manuelle kardiovaskuläre Behandlung: Hypertonie, Koronare Herzkrankheit,
  • Herzrhythmusstörungen, feinste energetische Techniken am Herzen und Pericard
  • Osteopathische Wechselwirkungen von Zervikalregion und Atmung (Emphysem, Chron.Bronchitis, Z.n.Pneumonie und Pleuritis)
  • Viszerale Osteopathie in der funktionellen Gynäkologie: Dysmenorrhoe, PMS, Klimakterische Beschwerden, Senkungsbeschwerden
  • ISG-Beschwerden, Lumbalgien, LWS-Syndrom viszeral pelvikal behandeln
  • Retroperitoneum, Niere und Behandlung der bindegewebigen Strukturen des Kleinen Beckens
  • Becken und Blase: Spannungsverwaltung und Belastbarkeit, das Verhältnis zwischen Beckenorganen und LWS/Sakrum
  • Behandlung des Steißbeins

Inhalte aller drei Kurse sind:

  • Funktionelle Viszerale Anatomie, Physiologie, Organmotilität und -mobilität
  • Entsprechungen innerer Organe mit äußeren Segmenten des Bewegungsapparats
  • Konzept und Behandlungstechniken der viszerosomatischen Dysfunktion
  • Viszerale Indirekte Techniken, Regulation des Vegetativums
  • Vom Umgang mit Narben, Verklebungen (Adhäsionen) und Störfeldern

Bei diesen Kursen lernen Sie erprobte viszeralosteopathische Techniken und die wesentliche funktionelle Anatomie, um über die Behandlung der Organe gerade die sonst therapieresistenten Beschwerden und Schmerzen des Bewegungsapparats Ihrer Patienten zu behandeln. Bei uns bedeutet Ganzheitlichkeit nicht nur die Einheit von Körper, Seele und Geist zu erfassen, sondern unsere Patienten ganzheitlich zu behandeln, also z.B. auf struktureller Ebene das Bindegewebe des Bewegungsapparats, des Nervensystems und der Organe in ihrer inneren Verbindung zu behandeln. Die verschiedenen Zweige:

Craniosakral, Parietal und Viszeral ergänzen sich hervorragend in der praktischen Anwendung. Eine Behandlung der inneren Organe sollte immer einfühlsam und rezeptiv sein. Man kann sie nicht von aussen her manuell »machen« oder simpel »Organe manipulieren«. Nur die Lymphtherapie und die Viszerale Osteopathie können über ihre gemeinsame Sanftheit so unaufdringlich wirken, dass sie vom Patienten in die Tiefen des Abdomens, des Becken und des Thorax überhaupt eingelassen werden. Ein früherer Lehrer sagte mir: »Du kannst nicht zu tief gehen – nur zu schnell zu tief.«

Die parietalen Faszientechniken

Im ununterbrochenen Verbund und überall im Körper gestalten Faszien die flexible Struktur der Haltung und der Bewegungsabläufe. Dieser mobile und anpassungsfähige Rahmen ermöglicht optimale und geschmeidige Kraftumsetzung, sinnvolle Bewegungseinschränkung und wohlproportionierte Arbeitsteilung. Die zielgerichtete Behandlung dieser Strukturen ist eine hervorragende Ergänzung z.B. der homöopathischen Arbeitsweise, da auch hier der Grundsatz gilt: „Gleiches mit Gleichem“ – denn die parietalen Faszientechniken der indirekten Osteopathie arbeiten nicht symptomfixiert sondern gehen auf die vorgefundenen Spannungszüge ein, damit der Körper somit selbst die Lösung bereitstellen kann. Kein unnötiges effekthaschendes Knacken sondern Förderung der Homöostase des Bewegungsapparats.

Die cura-Kursserie in Parietaler Osteopathie umfasst vier Themenschwerpunkte und Kursthemen:

cura Akademie

Inhalte aller vier Kurse sind:

  • Fasziale Anatomie und Physiologie, Differenzialdiagnose der faszialen und artikulären Dysfunktionen
  • Kombination von indirekten und direkten Techniken, Somatische Dysfunktionen, Allgemeine Osteopathische Diagnostik
  • Lösung über Positionierung, Soft-Tissue-Techniken, Umgang mit faszialen Distorsionen
 • Parietale Faszientechniken für das Gesamtspektrum orthopädischer Indikationen
  • Écoute-Techniken in Diagnose und Behandlung, Positional Release/Myofascial Release
  • Anschauliche Funktionelle Anatomie des Bewegungsapparats
  • Entwicklung von Zielsicherheit in der Lokalisation der zu therapierenden Strukturen

Die osteopathische Ausrichtung der cura-Akademie war schon seit jeher primär faszial Die zentrale Bedeutung der Faszien in der Spannungverwaltung des Körpers mit ihren pathogenetischen Konsequenzen sind jedem Praktiker und Therapeuten »irgendwie« bekannt. Dieses »irgendwie« durch eine anschauliche

  • Funktionelle Anatomie,
  • fasziale Physiologie,
  • das Kennenlernen dysfunktioneller Spannungszusammenhänge sowie
  • die Unterrichtung in den subtilsten osteopathischen Faszientechniken

zu ersetzen, ist bei cura der seit über zehn Jahren erprobte Fokus unserer Lehrtätigkeit.

Bei den Kursen in Osteopathischen Standards erlernen unsere TeilnehmerInnen klassische direkte osteopathische Vorgehensweisen, wie , Myofascial Release, Muscle Energy, Osteopathische Lymphtechniken oder G.O.T. – GENERAL OSTEOPATHIC TREATMENT

Myofascial Release ist bei cura in zwei Kursen platziert, was den besonderen Stellenwert der Faszientechniken und der Faszientherapie in unserem osteopathischen Gesamtspektrum betont.

In den G.O.T.-Kursen z.B. sind das total body adjustment ein Kernthema: die Neu-Ausrichtung des Ganzkörper-Spannungssystems im Sinne J.M.Littlejohns und Wernhams. Dabei spielen besonders klassische osteopathische Untersuchungstechniken und Tests, sowie präzise, sanfte Artikuläre Mobilisation und Manipulation eine große Rolle.

Auch die Harmonischen Techniken mit langem Hebel oder unsere Kurse in Artikulärer Mobilisation der Wirbelsäule und der Extremitäten entsprechen den osteopathischen Standards europäisch geprägter MT und der Osteopathie.

Im Kurs Osteopathische Lymphtechniken geht es um die Behandlung der faszialen Füh- rungsstrukturen der Lymphbahnen zum verbesserten Abtransport der lymphpflichtigen Lasten und somit um eine Erweiterung der klassischen Lymphdrainage.

Muscle Energy wiederum ist mehr als Post-Isometrische Relaxation: hier erlernen Sie die Muscle -Energy Diagnostik der Somatischen Dysfunktionen und vor allem den Anwendungsbereich an den Facett-Gelenken der WS.

Diese strukturellen Methoden sind natürlich bei cura immer auf die funktionellen Zielsetzungen ausgerichtet und somit sanft präzis und feinfühlig.

Die Kurse GOT, Muscle Energy und osteopathische Lumphtechniken werden in 2022 in der Natura Akademie angeboten.

Meist ist die Fortbildung in osteopathischer Behandlung von Neugeborenen und Kleinkindern ausschließlich ausgebildeten Osteopathen vorbehalten. Die für das gesamte Leben weichenstellende Bedeutung dieses Zweigs Funktioneller Osteopathie, also die Unterstützung gesunder Entwicklung möglichst vieler Kinder und unsere guten Erfahrungen in der Integration von in der Osteopathie zwar relativ unerfahrenen, aber in der Kinder-Physiotherapie spezialisierten BehandlerInnen legte es nahe, diese Ausbildung auch anderen zugänglich zu machen.

cura bietet eine offene Fortbildung in PERINATALER OSTEOPATHIE an. Diese richtet sich an Osteopathie-Schüler an der Natura Akademie wie auch an Bobath-TherapeutInnen, Vojta-TherapeutInnen, spezialisierte Physiotherapeuten, Kinderärzte, Heilpraktiker, ErgotherapeutInnen und auch an Hebammen. Die besondere Gewichtung einfühlsamer und respektvoller Behandlung von Neugeborenen und Babies in der Funktionellen Osteopathie zieht mehr und mehr Kinderärzte und vor allem auch Mütter an, die bei entsprechender Symptomatik in großer Sorge um die Entwicklung ihrer Kinder sind und gerade deshalb eine sowohl sanfte als auch effiziente Therapie suchen.

Es gibt bislang allerdings viel zu wenige Behandler, die z.B. in Unwinding-Techniken bei Hemiparesen und Koordinationsstörungen von Kleinkindern oder Craniosakralen Techniken bei der Behandlung von Asymmetrien der Säuglinge fortgebildet sind. Ein praktisches Hindernis für eine fundierte Fortbildung ist die Schwierigkeit, Mütter zu gewinnen, die ihr Kind noch unerfahrenen Kursteilnehmern zur Behandlung anvertrauen – sowie umgekehrt die Unvergleichlichkeit authentischer Behandlungen gegenüber der Übung am Modell. Das, was die BehandlerIn in der Praxis erwartet, sieht anders aus – und darüberhinaus verhält sich ein Baby nur bedingt vorhersagbar.

Das Fortbildungskonzept der cura Akademie berücksichtigt dies genauso wie die inhaltlichen Herausforderungen, die die Unterweisung von Nicht-Osteopathen – aber engagierten BehandlerInnen – in die osteopathische Arbeitsweise bei Kindern betrifft. Diese haben als Zugangsvoraussetzung vor dem eigentlichen PERI-KURS den Besuch des Einführungskurses in die craniale und funktionelle Osteopathie: den CCC.

Gleichzeitig positionieren wir die Fortbildung ausdrücklich auch für OsteopathInnen in Ausbildung, z.B. die StudentInnen der Natura Akadmie und der Cura Akadmie, die ihre osteopthische Therapieform auf die beschriebenen Indikationen, sowie generell auf das Arbeiten mit Kindern ausdehnen möchten.

Struktur der Fortbildungsreihe Perinatale Osteopathie

CCC – Central Cranial Class – Einführungskurs

Perikurs

  • viertägige theoretische Einführung in die Aufgabenstellung, die pathogenetischen Mechanismen sowie die Differentialdiagnostik der häufigsten Indikationen aus dem Kinderheilkundlichen Bereich beschränkt auf Asymmetrien und Koordinationsstörungen im ersten Lebensjahr
  • Embryologie
  • Erörterung der Biomechanik des Geburtsprozesses und der Schädeldynamik während der Schwangerschaft bzw. unter den verschiedenen Geburtsformen
  • Demobehandlungen im Kursplenum
  • Vermittlung osteopathischer Techniken im perinatalen Bereich

Voraussetzung zur Teilnahme am Perikurs: CCC oder Nachweis osteopathischer Vorausbildung

Peri- Praxis

In dieser praxisorientierten Phase werden die TeilnehmerInnen von erfahrenen Kinder-Osteopathen in zwei Kursen von jeweils zweitägigen Kursen unterrichtet. Die Kurse finden in z.T. in deren Praxen statt, sodass die Teilnehmer in überschaubaren Gruppen unmittelbar an den Behandlungen partizipieren. So erwerben sie ein erweitertes Verständnis osteopathischer Methodik im direkten Kontakt mit Kindern. Hier wird das Fundament für die Sicherheit in der eigenständigen Arbeit mit kleinen Patienten gelegt. Die beiden erforderlichen Kurse wählt die TeilnehmerIn selbst aus den angebotenen Terminen. Die Inhalte der Praxiskurse sind so unterschiedlich wie die jeweils vorgestellten Patienten. Die zeitliche Abfolge der beiden PERI-PRAX Kurse bestimmt jede TeilnehmerIn selbst.

Peripraxis – nach dem Perikurs- zwei Kurse im Abstand von ca. 5-6 Monaten

Peri- ADV – nach dem Perikurs und zwei Peripraxiskursen

  • Vertiefung der Inhalte aus dem Perikurs, Erweiterung um folgende Themen: Embryologie Schädelbasis
  • Otitis Media
  • Hüftdysplasie
  • Tränenkanalstenose
  • Maldescensus
  • Frühkindliche Reflexe
  • ICP – infantile Zerebralparese und Spastik
  • Klumpfuß

Anbieter

Die NATURA gilt seit vielen Jahren als renommierte Ausbildungsstätte für Klassische Homöopathie, Phytotherapie und Europäische Naturheilverfahren.

In Kooperation mit der cura Akademie bieten wir unseren Teilnehmern eine osteopathische Ausbildung in Modul-Form an, die sich vor allem an Heilpraktiker und HP-Anwärter richtet: Sie erlernen also einzelne Kursinhalte, verbinden sie zu Viszeralen, Craniosacralen oder Parietalen Kursreihen, deren Module einzeln nach inhaltlichem Interesse besucht werden.

FOA Befundkurs 

In diesem Kurs werden von sofort an die besten Voraussetzungen für eine gute Prüfungsvorbereitung der cura F.O. Kandidaten über die Dokumentation der eigenen Behandlungen geschaffen. Befundung ist die Voraussetzung für eine gezielte und effiziente osteopathische Behandlung. Viele Teilnehmer haben sich gewünscht den FOA Kurs schon einige Zeit vor der Prüfung besuchen zu können, da sie darin die Verknüpfung der drei Kursreihen Craniosacral, Viszeral und Parietal finden. Dem können wir nun nachkommen und ersetzen den bisherigen FOA Kurs mit diesem FOA Befundkurs einige Monate vor der eigentlichen Prüfung, die nun nur noch einen Tag einnimmt.

  • Lernen, wie die Inhalte aller bisherigen funktionellen Kurse zusammengefügt werden
  • Verstehen lernen, was die Patienten in ihrem Körper als Symptomatik miteinander verbinden:
    Somatische Dysfunktionen in ihrer individuellen Kombination
  • Sicherheit in der Prüfungsvorbereitung entwickeln: Befunde klar und strukturiert erstellen lernen
  • Den eigenen osteopathischen Therapieplan bei unterschiedlichen Beschwerdebildern weiterentwickeln
  • Vorraussetzung für die Teilnahme am  FOA Befundkurs ist der Nachweis des Besuches aller 11 funktionellen Kurse. (CCC;TMT; CSO; UNW: VAB; VTH; VPV; PFN; PFU; PFG; PFS)

FOA Prüfung  schriftliche und mündliche Prüfung an einem Tag (für HPs ist es die Zwischenprüfung)

Für die Anmeldung bei den Veranstaltern des für Sie in Frage kommenden FOA-Prüfungskurses (oder FOA ZP / FOA AP bei HP´s   Zwischenprüfung/Abschlussprüfung) ist eine von der cura-Akademie ausgestellte Prüfungszulassungsbescheinigung erforderlich. Bitte beantragen Sie diese Bescheinigung rechtzeitig vor Buchung bzw. Vorbereitung auf den FOA-Prüfungskurs. Wenden Sie sich bitte bei Fragen diesbezüglich an die Dozentin oder den Dozenten, bei der Sie die meisten Kurse besucht haben.

Sie erhalten die Prüfungszulassungsbescheinigung

– bei Nachweis Ihrer erforderlichen Qualifikation bzw. nach Zertifizierung der erforderlichen Kursreihen und

– nach der vorliegenden Anmeldebestätigung für den letzten noch zu absolvierenden Kurs und

– bei Erfüllung der Kriterien der cura Ausbildungs- und Prüfungsordnung.

Bei der Kursplanung bitte beachten:

  1. Die berufsspezifische Gesamtausbildungsdauer für Physiotherapeuten (F.O.) beträgt mindestens vier Jahre, wovon der funktionell geprägte Anteil mindestens zwei Jahre bis zur FOA-Prüfung umfasst.
  2. Die Gesamtausbildungsdauer für Heilpraktiker (Osteopath F.O.) beträgt durchschnittlich fünf Jahre, wovon der funktionell geprägte Anteil mindestens zwei Jahre bis zur FOA-Zwischenprüfung  umfasst.
  3. Die FOA Prüfung ist eine der Voraussetzungen für die angestrebte Mitgliedschaft im Berufsverband für Funktionelle Osteopathie (bvFO) Eine vorbestehende Mitgliedschaft in einem anderen osteopathischen Berufsverband kann ein Ausschlusskriterium für eine beabsichtigte F.O.-Prüfung darstellen.

Schicken Sie uns bitte bei Interesse eine Mail und Sie erhalten die Prüfungstermine!

Weitere Informationen

…. Haben sie Interesse? Dann fordern sie die Informations-Unterlagen an, bzw. nehmen Sie mit uns Kontakt auf – wir freuen uns auf Sie!

Folgende Lehrgänge finden im Jahr 2021 in der Natura-Akademie statt:

CSO vom 16.06.2021 bis 19.06.2021 Dozentin: Gudrun Nowak

TMT vom 23.06.2021 bis 26.06.2021 Dozentin Susanne Weidenhausen 

PFU vom 30.06.2021 bis 03.07.2021 Dozentin: Judith Thumser 

MFR LB vom 21.07.2021 bis 24.07.2021 Dozentin: Judith Thumser

Perikurs vom 22.09.2021 bis 25.09.2021 Dozentin Susanne Weidenhausen

CCC vom 06.10.2021 bis 09.10.2021 Dozentin Susanne Weidenhausen

PFS vom 27.10.2021 bis zum 30.10.2021 Dozentin: Judith Thumser

VPV vom 10.11.2021 bis 13.11.2021 Dozentin: Judith Thumser 

UNW vom 08.12.2021 bis 11.12.2021 Dozentin: Gudrun Nowak

Pro Lehrgangsmodul fallen im Jahr 2021: 426 Euro an Fortbildungsgebühren an.

Kursplanung für 2022

26.01. – 29.01.22    VAB Susanne Weidenhausen
09.02. – 12.02.22    PFG Judith Thumser
09.03. – 12.03.22    CCC Gudrun Nowak
30.03. – 02.04.22    PFN Susanne Weidenhausen
27.04. – 30.04.22    VTH Judith Thumser
11.05. – 14.05.22    TMT Susanne Weidenhausen
23.05. – 25.05.22    FOA Judith Thumser
22.06. – 25.06.22    PFU Judith Thumser
21.07. – 23.07.22    G.O.T.D Judith Thumser
21.09. – 24.09.22    MFR UB Judith Thumser
28.09. – 01.10.22    CCC  Susanne Weidenhausen
19.10. – 22.10.22    PFS Judith Thumser
09.11. – 12.11.22    VPV  Judith Thumser
13.11. – 13.11.22    FOA Prüfung  Judith Thumser
23.11. – 26.11.22    CSO  Gudrun Nowak
07.12. – 10.12.22    C-ADV  Gudrun Nowak

Des Weiteren möchten wir Sie informieren, dass Cura die Kursgebühren ab 2022 anpasst. Die neuen Kurspreise sind:

4-Tages-Kurs 456 €

3-Tages-Kurse 426€

FOA Prüfung 198€

INFOMATERIAL

ANMELDUNG

Dozent(en)

Susanne Weidenhausen

Physiotherapeutin, Heilpraktikerin, Arbeitsschwerpunkt Osteopathie für Babys mit eigener Praxis (Mainbaby) in Frankfurt am Main, Privatdozentin für Osteopathie

2021-07-01T19:15:17+02:00