Berufsbild Tierheilpraktiker

Wir kooperieren mit dem Interessensverband Kooperation deutscher Tierheilpraktiker Verbände e.V.

TÄTIGKEITSGEBIET

Der Tierheilpraktiker / Die Tierheilpraktikerin ist eine dem Tiergesundheitssystem angehörige Person, die Krankheiten bei Tieren mit den Mitteln ihres Fachgebiets diagnostiziert, behandelt, lindert und heilt. Der/Die Tierheilpraktiker/in behandelt Tiere eigenverantwortlich, begleitet und unterstützt diese innerhalb einer Behandlung und berät Tierbesitzer bei akuten und chronischen Gesundheitsstörungen, in der Prävention, Verhaltenskunde und Diätetik. Der/Die Tierheilpraktiker/in erstellt selbstständig Behandlungskonzepte, basierend auf Grundlage der komplementären und alternativen Medizin. Der/Die Tierheilpraktiker/in arbeitet in eigener Praxis, Gemeinschaftspraxen, Kliniken, Gesundheits- und Reha-Zentren.

BERUFSZIEL

Ziel jeder Behandlung ist die Aktivierung und die Stärkung der Selbstregulation des Organismus sowie die Lenkung von Genesungsprozessen hin zu einem natürlichen Heilungsverlauf und zur Stärkung der Gesundheitsressourcen der tierischen Patienten. Die alternativ-medizinische Behandlung erfolgt im Rahmen einer oder mehrerer alternativ-medizinischer Therapieverfahren.

KOMPETENZEN

Der/Die Tierheilpraktiker/in ist befähigt:

  • den gesundheitlichen Zustand des Tieres mittels seines Fachwissens eigenständig auf Basis eines ganzheitlichen, alternativ-medizinischen Grundkonzeptes zu erfassen.
  • eine veterinärmedizinische Einschätzung vorzunehmen und sicherzustellen, dass die ihm zur Verfügung stehenden alternativ-medizinischen Therapien therapeutisch sinnvoll einzusetzen sind oder ob eine schulmedizinische Diagnostik / Therapie vorzuziehen ist oder ergänzend erfolgen muss. Diese Einschätzung wird nicht nur aus therapeutischer Sicht, sondern auch unter Berücksichtigung der geltenden Gesetze aus dem Bereich Arzneimittel, Tierseuchen und Tierschutz vorgenommen.
  • den Prozess der Behandlung und der Rekonvaleszenz in seiner vollen Komplexität zu erfassen, zu planen und zu steuern.
  • den/die Tierhalter/in fachlich kompetent zu beraten.
  • durch prophylaktische Maßnahmen die Gesundheit des Tieres nachhaltig zu verbessern.
  • Netzwerke zu bilden und im Team zu agieren.
  • seine Praxis betriebswirtschaftlich und qualitätsrelevant zu führen.
  • sich professionell und gemäß der Berufsordnung, und geltenden ethischen Grundsätzen, zu verhalten.

STELLUNG IN DER MEDIZINISCHEN VERSORGUNG DER TIERE

Der/Die Tierheilpraktiker/in  bietet dem/der Tierhalter/in komplementäre und alternative Behandlungsund Präventionskonzepte am Tier. Der/Die Tierheilpraktiker/in leistet durch die Anwendung von naturheilkundlichen Therapien für eine Vielzahl von Tierhalterinnen und Tierhaltern wertvolle und gewünschte Dienste. Diese Dienste werden in zunehmendem Maß genutzt und tragen zur nachhaltigen Verbesserung der Gesundheit und der Haltung von Tieren bei. Das eigenständige Behandlungsspektrum des/der Tierheilpraktiker/in liefert im Bedarfsfall eine sinnvolle Ergänzung zur Arbeit anderer Berufsgruppen der Tiergesundheit.

Tierheilpraktikerstudium

Module:

  1. Propädeutische Grundlagen
  2. Grundstudium
  3. Praktika/Workshop
  4. Veterinär-naturheilkundliches Studium
1.     Propädeutische Grundlagen: Zelle
Gewebe
Lehrziel:

Erwerb vet. med.-biol. Grundkenntnisse

Funktionelle Anatomie und Physiologie
Allgemeine Pathologie
Medizinische Terminologie
Anamnese und Untersuchungsgang
Berufskundliche Grundlagen
2.     Grundstudium: Skelettsystem und Bewegungsapparat
Blut und Lymphe
Lehrziel:

Erkrankungen der Tiere / Diagnose und naturheilkundliche Therapie bei     Erkrankungen

Herz und Kreislauf
Atemorgane
Verdauungstrakt
Urogenitalsystem
Nerven- und Hormonsystem
Haut/Fell/Sinnesorgane
Stoffwechselerkrankungen
Onkologie
Infektionskrankheiten
Notfälle und 1. Hilfe

Vergiftungen

Kleines Labor und Deutung der Laborwerte
Mikrobiologie, Parasitologie
Tierpsychologie und Verhaltenslehre
3.     Praktika: Verfestigen der theoretischen Kenntnisse in der Praxis an Tieren
Lehrziel: Gesunderhaltung / Diagnostik und              Therapie der Tiere in der Praxis der              Naturheilkunde
4.     Veterinär-naturheilkundliches Studium Homöopathie
Phytologie
Lehrziel: weiterführende vet.-naturheilkundliche              Diagnose- und Therapieverfahren Manuelle Therapie
Tierakupunktur
Tierpsychologie

Voraussetzungen:

Das Mindestalter für die Teilnahme an unserer Ausbildung zum Tierheilpraktiker beträgt 18 Jahre. Sie benötigen keine Vorbildung, jedoch sollten sie wenigstens über einen Realschul-abschluss verfügen. Dies ist nicht zwingend notwendig, es erleichtert allerdings das Verständnis der tiermedizinischen Themen, die in dieser Ausbildung besprochen werden.

Abgesehen davon sollten Sie eine gewisse Disziplin und ein entsprechendes Durchhaltever-mögen mitbringen, da eine nebenberufliche Ausbildung anstrengend sein kann. Gerade das kontinuierliche Selbststudium erfordert eine entsprechende Eigenmotivation.

Sie sollten Geduld und Einfühlungsvermögen im Umgang mit den Tieren und auch für die Menschen mitbringen, da dies für Ihre spätere Arbeit notwendig sein wird.

Ausbildung / Studium:

Die Module können einzeln, kombiniert oder als gesamtes Studium absolviert werden. Allerdings ist das gesamte Studium mit allen Modulen für angehende Tierheilpraktiker ratsam und auch Voraussetzung für die Prüfung. Für Tierhalter, Tierzüchter, Landwirte, Mitarbeiter von Tierheimen und Tierarztpraxen oder um nur sein Wissen zu erweitern sind einzelne oder kombinierte Module empfehlenswert.

Praktika kann auf dem Therapiehof „Tierwohl an der Unstrut“ abgelegt werden bzw. bei einem Tierarzt oder in einer anderen Tierheilpraxis. Es muss ein Praktika nachgewiesen werden, um die Aufnahmeprüfung beim Ältester Verband der Tierheilpraktiker Deutschlands seit 1931 e.V. zu bestehen. Das Praktika ist ein Bestandteil der Aufnahmeprüfung!

Prüfung und Zertifizierung

Die Ausbildung, Prüfung und Zulassung von Tierheilpraktikern ist gesetzlich nicht geregelt! Aus diesem Grund empfehlen wir unseren Absolventen zusätzlich eine Verbandsprüfung abzulegen, die der Qualitätssicherung dient und gleichzeitig erspart es Ihnen, Prüfungen doppelt ablegen zu müssen.

Für jedes Modul erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung. Für kombinierte Module erhalten Sie eine Zertifizierung von uns.

Die Prüfungen werden durch einen Verband „Ältester Verband der Tierheilpraktiker
seit 1931 e.v. abgenommen. Diese setzt sich aus einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung zusammen und erfordert das Einreichen einer Facharbeit. Der Verband erhebt jeweils eine Prüfungsgebühr.

Kooperation deutscher Tierheilpraktiker-Verbände e.V.

Berufsverband Klassischer Tierhomöopathen e.V.

Deutsche Gesellschaft für Tierheilpraktiker und Tierphysiotherapeuten e.V.

Deutsche Tierheilpraktiker Union e.V.

Verband freier Tierheilpraktiker e.V.

Verband der Tierheilpraktiker für klassische Homöopathie e.V.

Artgerechte Tiergesundheit e.V.

Ältester Verband der Tierheilpraktiker Deutschlands seit 1931 e.V.

Fachverband niedergelassener Tierheilpraktiker e.V.

Verband Energetisch Arbeitender Tiertherapeuten e.V.

Verband Deutscher Tierheilpraktiker e.V.

Tipp! Neue Kurse im Bereich „Tierhomöopathie zum Wohle von erkranktem Milchvieh, Rinder, Schweine und vielen weiteren Tieren“!

Tier-Ausbildung Nutztiere: Rinder

Ziel: der Teilnehmer sollte sich maximal mit der optimalen Haltung der Tiere auskennen, Anzeichen von Gesundheitsstörungen schnell erfassen können und damit durch zeitnahe Regulation deren Gesundheit erhalten und im Krankheitsfall besonders entgegen der z.B. konventionellen Antibiotikabehandlung therapeutische Alternativwege aufzeigen können.

Neben der Vermittlung von Wissen über die Haltung und Fütterung, abhängig von Anatomie und Physiologie der Tiere, werden deren Krankheiten besprochen, die Klinik und Diagnostikmöglichkeiten sowie alternativmedizinischen Therapiemöglichkeiten vermittelt. Grenzen: alle spezifischen Tierseuchen bzw. Zoonosen, sowie schwere Erkrankungen der Tiere sollen erkannt werden können. Diese erfordern das sofortige Hinzuziehen eines Tierarztes.

Tierwohl und Tiergesundheit sind eng miteinander verknüpft. Die Kurse (Aufbaukurs „Schweineerkrankungen“) sind jeweils unabhängig voneinander buchbar

Grundkurs: Rinder neue Termine 2020

Kostenpauschale 100 €

Im Vordergrund des ersten Kurses steht das Kennenlernen der jeweiligen Nutztierart, das „Annähern“ an diese Tiere. Tierartspezifische Besonderheiten bezüglich Anatomie und Physiologie, Propädeutik (das fachgerechte Umgehen mit dem Tier und die klinische Untersuchung) werden besprochen.

Ein Einblick in Haltung und die Unterschiede in der Fütterung.

Die wichtigsten Erkrankungen und ihre klassische Behandlung.

Stundenplan

09.00 – 10.30 Uhr: Anatomie und Physiologie

10.30 – 12.00 Uhr: Propädeutik

Mittagspause

13.00 – 14.30 Uhr: Haltung und Fütterung

14.30 – 16 Uhr: wichtigste Erkrankungen und ihre Schulmedizinische Behandlung.

Anmeldung Natura-Akademie Tel. 09383/9036010 oder info@natura-akademie

Aufbaukurs 2020

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2020 Grundkurs:Schwein

2020 Grundkurs: Rind

2020 Aufbaukurs: Schwein

2020 Aufbaukurs: Rind

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