Osteopathie-Modul: Craniosacral

Osteopathie-Modul: Craniosacral 2018-09-03T16:14:40+00:00

Minimale Kraft – maximale Wirkung

Die Craniosacrale Osteopathie ist der Kernaspekt der Funktionellen Osteopathie. Sie befasst sich mit dem Wechselspiel zwischen Mobilität und Motilität – also der äußeren und inneren Beweglichkeit – des Bindegewebes und richtet ihren Fokus auf die Behandlung zwischen dem Kopf (cranium) und dem Kreuzbein (sakrum). Lange Zeit wurde ihre Zielfunktion – der Craniale Rhythmus – mit der Dynamik des Liquor Cerebrospinalis gleichgesetzt. Dieser Mythos wurde durch die Neurophysiologie zweifelsfrei widerlegt. Trotzdem ist diese indirekte funktionelle Therapieform in ihrer Anwendung offensichtlich klinisch wirksam, also heilsam. cura lehrt einen modernen osteopathischen Ansatz, der plausibel und zugleich von der Behandlung her gesehen genauso sanft, fein und still ist.

Der praxisbefähigende Einführungskurs (CCC) wird von drei themenspezifischen Aufbaukursen (UNW, TMT, CSO) ergänzt. Die Reihenfolge der Aufbaukurse ist nach dem Besuch des Einführungskurses frei wählbar:

cura Akademie
  • Der Einführungskurs als praxisbefähigende Basisausbildung in Craniosakraler Osteopathie und allgemeine Heranführung an die Arbeitsweise der Funktionellen Osteopathie:
  • Analytisches und intuitives Verständnis der Craniosakralen Osteopathie
  • Resonanz als Behandlungsprinzip
  • funktionelle Behandlungstechniken (BMT, Positional Release) für die Kopfgelenke (Occipito-Atlanto-Axiales Gelenk) und Zervikalsyndrom
  • Techniken für Spannungssymptome der cranialen Membranen (Falx und Tentorium)
  • Funktionelle Anatomie des Craniums
  • Einführung in die Arbeit mit dem Gesichtsschädel und dem Kiefer

Viszerale und Parietal-Fasziale Aspekte der Funktionellen Osteopathie

  • Indikationen und Möglichkeiten Craniosakraler Osteopathie in der Orthopädie
  • Behandlungstechniken für die Wirbelsäule und Gelenkbeschwerden von Schulter, Knie und Hüfte
  • Indirekte Techniken über Stacking, Harmonics und Listening Techniken
  • Umgang mit dem Punkt der Balancierten Spannung, Unwinding, Einstellen des Stillpoints
  • Der Craniale Rhythmische Impuls als Funktion der craniosakralen Membranen: Dura-Duplikaturen
  • Retikuläres Aktivierungssystem, Liquor, Occiput und Wirbelsäule
  • Funktionelle Anatomie der Meningen und der Fasziengurtungen, Mobilisierung und Spannungsausgleich der spinalen Dura
  • Motilität der cranio-spinalen Strukturen durch den Primär-Respiratorischen Impuls
  • Mechanische Einflüsse auf das craniosacrale System, Läsions- und Spannungsmuster
  • Vasomotionsrhythmen in der Wirbelsäule (THM-Waves)
  • Dynamische Rhythmen nach William Garner Sutherland, Rollin Becker und Anne Wales D.O.
  • Handlungshemmung contra freie Entfaltung:
  • Core-Link: Wechselwirkungen zwischen craniosakraler Kernverbindung (dura mater spinalis) und der Peripherie der großen Gelenke
  • Kombinierte Behandlungstechniken für die Klassiker:
  • Muskulärer Hypertonus und Muskelschmerz
  • Degenerative Erkrankungen der Hüft- und Kniegelenke
  • Craniale Techniken für die Differentialdiagnose Kopfschmerz und CMD
  • Craniale Techniken für HWS, Temporomandibuläre Dysfunktion und Myoarthropathie des Kiefergelenks
  • Behandlungsstrategien für Reizungen der cranialen Nerven, Mittelohr, Tinnitus und Schwindel
  • Funktionelle Schädelarchitektur und Stress: das Kiefergelenk als Verwalter eingefrorener Spannung
  • Spezifische Behandlungstechniken für den kieferorthopädischen Bereich und die physiotherapeutische Zusammenarbeit mit Zahnärzten
  • Verletzungsfolgen am Hirn- und Gesichtsschädel (Neurocranium/Viszerocranium)
  • Behandlung der mimischen Muskulatur / Plastische Osteopathie
  • Erweiterung des Behandlungsspektrums Craniosakraler Osteopathie
  • Osteopathisches Entwirren von Haltungs- und Bewegungsmustern
  • Umsetzung von Spannung in Bewegung: Ermöglichung spontaner Beweglichkeit
  • craniosakrale Behandlungstechniken für Sakrum, die Iliosakralgelenke und den lumbosakralen Übergang
  • Funktionelle Anatomie des Sakrums
  • Techniken für die faszialen Dysfunktionen der Diaphragmen (Beckenboden, Zwerchfell, CTÜ, Tentorium)
  • Begleitung emotionaler Prozesse in der Osteopathie

Dieses zeitgemässere Konzept ist für Heilpraktiker wesentlich praktikabler, gerade weil er keinen »Esoterikglauben« voraussetzt und trotzdem ganzheitlich angelegt ist. Die Methode wird so auch für TherapeutInnen mit feinen Händen UND einem verstandesorientierten Kopf anwendbar. Es ist auch keine »grosse« Osteopathieausbildung nötig, um diese ganzheitliche Methodik vom ersten Tag des Lernens an bei vielen Patienten erfolgreich anzuwenden. Craniosacrale Osteopathie wirkt über die einfühlsame therapeutische Interaktion mit der feinsten aller spürbaren Lebensäußerungen des Körpers, der Cranialen Rhythmik. Diese lebendige Pulsation, diese zart spürbare, zeitlupenhaft strömende Bewegung ähnelt dem Atem und ist wie dieser dem Patienten nicht bewusst – aber der BehandlerIn zugänglich.

Durch Überlagerungen, also Interferenzen zwischen den physiologischen Pulsationen des Patienten (z.B. Atem, kardialer Puls, Blutdruckwellen) mit den Einflüssen durch nicht-physiologische Zugkräfte innerhalb des faszialen Bindegewebes entstehen charakteristische Bewegungs- und Spannungsmuster im kollagenen Bindegewebe. Deren Ausprägung ist Grundlage der Diagnose und ermöglicht die direkte Umsetzung des Erspürten in eine gezielte Behandlung.