Osteopathie-Modul: Viszeral

Osteopathie-Modul: Viszeral 2018-09-03T16:13:21+00:00

Die ganz andere Seite des Patienten

Wer es stark vereinfacht formuliert sehen möchte: Viszerale Osteopathie eröffnet manuell den Weg zu einer ganz anderen Seite des Patienten – der Vorderseite. Wir nennen es viszero-somatische Interaktion oder umgekehrt somato-viszerale Reflexe, wenn wir gezielt mit der Wechselwirkung zwischen dem kollagenen Bindegewebe des Bewegungsapparats und dem des Organsystems arbeiten.  Gerade für Homöopathen, die über die feinstoffliche und energetische Regulation der Körpervorgänge homöostatisch wirksame Ergänzungen auf manueller ebene suchen eröffnet sich hier das funktionelle Pendant zur geistigen Genialität des Therapiekonzepts von Hahnemann.

Die cura-Kursserie in Viszeraler Osteopathie umfasst drei Themenschwerpunkte und Kursthemen:

cura Akademie
  • Osteopathische Techniken für die Oberbauchorgane und den Darmbauch: Theoretische und praktische Einführung in die Viszerale Osteopathie an Magen, Leber, Galle, Duodenum, Dünn- und Dickdarm
  • Differentialdiagnostik orthopädischer oder viszeraler Genese von Schmerzsyndromen des Bewegungsapparats
  • Entzündliche Gelenkprozesse, HWS-Syndrom, Schmerzhafte Schultersteife (Frozen Shoulder ein-/beidseitig), Schmerzzustände am Cerviko-Thorakalen Übergang
  • Vegetative Reizverwaltung im Bauchhirn: Das Labyrinth der Empfindungen und Gefühle
  • Fokus: Funktionsstörungen im Brustkorb, Obere und untere Thoraxöffnung
  • Einschränkung der thorakalen Atmung, Rippenkopfdysfunktionen, Grenzstrangreizung (Vegetativum)
  • Diaphragma und BWS / Diaphragma und Schultern
  • Manuelle kardiovaskuläre Behandlung: Hypertonie, Koronare Herzkrankheit,
  • Herzrhythmusstörungen, feinste energetische Techniken am Herzen und Pericard
  • Osteopathische Wechselwirkungen von Zervikalregion und Atmung (Emphysem, Chron.Bronchitis, Z.n.Pneumonie und Pleuritis)
  • Viszerale Osteopathie in der funktionellen Gynäkologie: Dysmenorrhoe, PMS, Klimakterische Beschwerden, Senkungsbeschwerden
  • ISG-Beschwerden, Lumbalgien, LWS-Syndrom viszeral pelvikal behandeln
  • Retroperitoneum, Niere und Behandlung der bindegewebigen Strukturen des Kleinen Beckens
  • Becken und Blase: Spannungsverwaltung und Belastbarkeit, das Verhältnis zwischen Beckenorganen und LWS/Sakrum
  • Behandlung des Steißbeins

Inhalte aller drei Kurse sind:

  • Funktionelle Viszerale Anatomie, Physiologie, Organmotilität und -mobilität
  • Entsprechungen innerer Organe mit äußeren Segmenten des Bewegungsapparats
  • Konzept und Behandlungstechniken der viszerosomatischen Dysfunktion
  • Viszerale Indirekte Techniken, Regulation des Vegetativums
  • Vom Umgang mit Narben, Verklebungen (Adhäsionen) und Störfeldern

Bei diesen Kursen lernen Sie erprobte viszeralosteopathische Techniken und die wesentliche funktionelle Anatomie, um über die Behandlung der Organe gerade die sonst therapieresistenten Beschwerden und Schmerzen des Bewegungsapparats Ihrer Patienten zu behandeln. Bei uns bedeutet Ganzheitlichkeit nicht nur die Einheit von Körper, Seele und Geist zu erfassen, sondern unsere Patienten ganzheitlich zu behandeln, also z.B. auf struktureller Ebene das Bindegewebe des Bewegungsapparats, des Nervensystems und der Organe in ihrer inneren Verbindung zu behandeln. Die verschiedenen Zweige:

Craniosakral, Parietal und Viszeral ergänzen sich hervorragend in der praktischen Anwendung. Eine Behandlung der inneren Organe sollte immer einfühlsam und rezeptiv sein. Man kann sie nicht von aussen her manuell »machen« oder simpel »Organe manipulieren«. Nur die Lymphtherapie und die Viszerale Osteopathie können über ihre gemeinsame Sanftheit so unaufdringlich wirken, dass sie vom Patienten in die Tiefen des Abdomens, des Becken und des Thorax überhaupt eingelassen werden. Ein früherer Lehrer sagte mir: »Du kannst nicht zu tief gehen – nur zu schnell zu tief.«